Süllke (2005): Fragment 015–23

Fragment 015–23
Typus: Bauernopfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 23–28
Quelle: Mickel (1998)
Seite: 151, Zeilen: 26–62 (1. Aufl. 1994)

Der ursprünglich vorgesehenen Rolle des Europarates als „Motor der europäischen Einigung” konnte dieser in der Praxis aufgrund mangelnder Entscheidungs- und Umsetzungskompetenzen nicht gerecht werden, da seine Empfehlungen keine rechtliche Bindungswirkung entfalten. Die Europäischen Gemeinschaften (EGKS, EWG und EURATOM) und die Europäische Union wurden schließlich zum tatsächlichen Motor des europäischen Integrationsprozesses und drängten den Europarat in den Hintergrund.

Die Rolle als „Motor der europäischen Einigung”, die dem Europarat ursprünglich insbesondere von der Europäischen Bewegung zugedacht war, konnte dieser in der Praxis nicht gerecht werden. Mangels Entscheidungs- und Umsetzungskompetenzen blieb die Wirkung der Europaratsbeschlüsse gering. […]

Aus diesem Grund ist der Europarat eine „klassische” internationale Organisation geblieben, in der die Mitgliedsregierungen einvernehmlich Empfehlungen abgeben können, die jedoch keine rechtliche Bindungswirkung entfalten. […]

Die EWG wurde zum tatsächlichen Motor des europäischen Integrationsprozesses und drängte den Europarat mehr und mehr in den Hintergrund.

Bewertung

  • Die Quelle ist am Ende des nächsten Absatzes angegeben. Das Maß und die Wörtlichkeit der Übernahme ist bis auf die Phrase „Motor der europäischen Einigung“ nicht gekennzeichnet.