Süllke (2005): Fragment 057–15

Fragment 057–15
Typus: Keine Wertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 15–21
Quelle: berlin.de (2004c)
Internetquelle

Nach Ende des zweiten Weltkrieges 1945
stand insbesondere die Aufrechterhaltung der Anbindung West-Berlins an West-Deutschland und an das westliche Europa im Mittelpunkt der Aktivitäten mit nationalen und internationalen Partnerstädten im Rahmen der Jumelage (Ringpartnerschaftsbewegung). Schon vor dem Fall der Berliner Mauer öffnete sich Neukölln dem Osten Europas mit dem Beginn einer Partnerschaft zum tschechischen Usti nad Orlfcf in ·Anlehnung an die Verbindung über die böhmischen Glaubensflüchtlinge im 18. Jahrhundert.118

Die Partnerschaften mit nationalen und internationalen Städten hatten nach der Überwindung der Folgen des Zweiten Weltkrieges sowie der Teilung Berlins sowohl mit dem Mauerbau als auch nach dem Fall der Mauer unterschiedliche Entwicklungen genommen. Galt es nach 1945 insbesondere auch die Anbindung West-Berlins an West-Deutschland und an das westliche Europa aufrecht zu erhalten, traten nach dem Fall der Mauer die alten, vierzigjährigen Beziehungen zunehmend in den Hintergrund. Bundesdeutsche und westeuropäische Städte bzw. Kommunen suchten den Kontakt mit solchen in der ehemaligen DDR oder in Ost-Europa. Auch Neukölln verhielt sich in diesem Sinne: Neben den bereits vorhandenen Kontakten zu Usti nad Orlící galten die Aufmerksamkeiten und Unterstützung des Bezirks nun auch dem Nachbarbezirk Treptow, dem südlichen Umland von Neukölln und der Stadt Puschkin

Bewertung

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